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Ausbildung des Hundes
Die Ausbildung bis zum Rettungshund dauert in der Regel 2 Jahre. Um ein zuverlässiger Suchhund zu sein, braucht der Hund auch eine gewisse Reife. Geübt wird mit den Hunden sehr häufig und regelmäßig, so daß die Rettungshundeausbildung einen großen Zeitaufwand bedeutet. Die Ausbildung findet unter realitätsnahen Gegebenheiten statt. Immer wieder wird das Trainingsgelände gewechselt, um den Hund zu fordern. Trümmergelände sind hochaufgeschüttete Bauschutthalden oder Abbruchgelände von Firmen.

 


Der Gehorsam
Der Gehorsam des Hundes unter seinen Hundeführer ist eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz bei der Suche. Gehorsam wird den Hunden bei uns mit liebevoller Konsequenz beigebracht, Stachelhalsbänder und ähnliches sind bei uns verboten. Die übliche Begleithundeprüfung, mit Zusatzübungen speziell für Rettungshunde wie das Voraussenden ist beim DRK Bestandteil der Rettungshundeprüfung.

 
Die Gerätearbeit
Der Hund lernt, über schmale Stege zugehen, Leitern zu steigen, Wippen zu überqueren, glatte Steigungen zu überwinden, durch Röhren zu kriechen und lernt auch, den sicheren Weg vom gefährlichen Weg zu unterscheiden. Dieses Training dient seiner Beweglichkeit und Sicherheit in schwierigen Geländen. Der Hund lernt dabei auch, selbständig Probleme lösen zu können.

 



Die Suche
Bei der Suche arbeiten wir überwiegend über Spielmotivation. Bis der Hund selbständig suchen kann, sind viele kleine Schritte erforderlich. Im Gegensatz zu Fährtenhunden, stöbern unsere Hunde. Sie halten ihre Nase in den Wind, durchsuchen das Gebiet systematisch und sobald sie den Hauch eines Menschen wittern, kreisen sie die Geruchsquelle ein.
Zuerst lernt der Hund in sogenannten Anzeigeübungen sauber und möglichst langanhaltend zu verbellen. Sein Lieblinsspielzeug wird ihm so lange vorenthalten, bis er ausreichend gebellt hat. Dann wird zur Belohnung mit ihm gespielt. Danach entfernt sich der Helfer mit dem Spielzeug einige Meter von Hund und Hundeführer. Der Hund wird mit dem Kommando "Such und Hilf" zum Helfer geschickt. Wieder wird nach dem Verbellen zur Belohnung gespielt.
Im Laufe der Zeit entfernt sich der Helfer immer weiter vom Hund. Sobald er außer Sichtweite des Hundes ist, muß der Hund schon seine ersten kleinen Suchen machen. Aber bis zur Suche im Einsatz ist es noch ein weiter Weg.
Ein Rettungshund lernt nie aus. Es gibt immer wieder völlig unterschiedliche Situationen, die von Hund und Hundeführer gemeistert werden müssen. Erfahrene Hunde teilen sich ihr Suchgebiet selber so ein, daß sie, wenn möglich gegen den Wind suchen können.

 
Die Ausbildung des Hundeführers
Auch der Hundeführer muß sehr viel lernen. Er muß die Sprache seines Hundes verstehen und mit ihm kommunizieren können. Nur durch den sehr guten Kontakt zwischen Hund und Hundeführer sind die Hunde in der Lage, mit Erfolg arbeiten zu können.
Wir müssen mit Karte und Kompaß umgehen können, um uns im schwierigen Gelände orientieren zu können. Da im Einsatz Rettungsmannschaften über Funk angefordert werden, gehört auch die Ausbildung im BOS-Funk dazu.
Der Hundeführer ist die erste Kontaktperson zu dem vermißten Opfer und muß daher in der Lage sein, eine gute Erstversorgung zu gewährleisten, die über die normalen Erste-Hilfe-Maßnahmen hinausgeht. Daher bekommt jeder Hundeführer eine Ausbildung als Sanitäter.
Da die Rettungshundestaffel eine besondere Gruppe der Bereitschaft DRK Dresden ist, gehört natürlich auch die weitergehende Helfergrundausbildung zur Fortbildung des Hundeführers.

 


Die Rettungshundeprüfung
Die Rettungshundeprüfung muss spätestens alle 18 Monate wiederholt werden. Sie wird von 2 unabhängigen, speziell ausgebildeten Prüfern abgenommen. Nur nach einer bestandenen Prüfung dürfen Hundeführer und Hund in einen Einsatz gehen.
Seit dem 1.1.2005 gibt es beim DRK eine neue Prüfungsordnung. Prüfungsbestandteile sind:
  • schriftlicher Wissenstest des Hundeführers
  • Gehorsam
  • Verweisübung in der Flächenprüfung
  • Gewandtheit in der Trümmerprüfung
  • die Suche in der Fläche oder in den Trümmern


 




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